Grüne, Krämer, Riegsinger, Roller und Simon stehen zur Wahl: Vertrauen in fünf SELBSTDARSTELLER ?

Geschmackloser geht immer

2019-05-20

Die Wahl in den Gemeinderat soll eine „Vertrauensache“ sein ? Weit gefehlt ! Hier können nur die besseren Sachvorträge und Argumente überzeugen. Und die hat das von sich selbst so überzeugte FWG-SPD-CDU-BÜNDNIS 90/GRÜNE – Quintett definitiv nicht !
Foto: Heiderose Manthey.

Keltern. Kurz nach dem Bericht der WIW über den Dauerwerbung betreibenden Horst Walter schlägt nun in den Gemeindenachrichten Keltern auf der vorletzten Seite der Ausgabe Nr. 19 eine „Vertrauenssache“ dem Leser entgegen.

Locker trappiert, Individualität versprechend, Freundlichkeit einflüsternd, so begegnen uns fünf „junge“ Gemeinderatsbewerber aus den bislang etablierten Gemeinderatsfraktionen BÜNDNIS 90/GRÜNE, CDU, FWG und SPD. Die frischen Bewerber für das Kelterner Entscheidungsgremium sind Johannes Riegsinger, Kirsten Krämer, Markus Roller, Christin Grüne und Stefan Simon. Sie haben sich für ein gemeinsames ganzseitiges Foto entschieden, um auf sich aufmerksam zu machen. Sie wollen eigenen Angaben zufolge, dass die Wähler sie kennenlernen sollen. Sie wollen, dass es richtig voran geht.

Sie wollen nichts anderes als Ihre Stimmen, liebe Wähler ! Und wofür ?

Die lustige Fünferriege wirbt damit, dass ihre Veranstaltung die einzige Wählerveranstaltung ist, bei der alle Fraktionen des Gemeinderates vertreten wären und sie – vermutlich die fünf Dargestellten – den Wählern Rede und Antwort stehen wollen.

Warum nicht IFDGW ?

Warum, so fragt sich der Kritiker, haben die Fünfe die Altparteien und Wählergemeinschaft nicht außen vor gelassen und eine eigene Partei gegründet, die z.B. „IFDGW“ heißen könnte, ausgeschrieben eine „Ich find‘ dich gut – Wählervereinigung“ ?

Denn bei jedem der hier sich Darstellenden schwebt eine rote Sprechblase über dessen Kopf, in der er sich Sympathien über einen anderen Polit-Darsteller erdenkt. Die ausgesprochenen „Qualitäten“ der Bewerber beziehen sich ausschließlich auf Persönlichkeitsmerkmale, die ja für den Gemeinderat sehr wichtig zu sein scheinen.

Nun, folgen wir dem Pfad der Fünf, denn „Vertrauen“ soll ja hergestellt werden.

ABER: Vertrauen ist gut ! … und Kontrolle ist auch hier besser !

Wenn nicht der Großteil der WIW-Kandidaten und deren Organisationsleiterin gerade oder ganz besonders den in der „Mitte“ aufgestellten Dominique Roller kennengelernt hätten, würden sie eventuell auch auf das aufdringliche „ICH-VERSTEH‘-DICH-GETUE“ hereinfallen und vielleicht einen aus der Riege oder gar alle wählen ?

Auf seinem T-Shirt unter dem locker hängenden Jackett nennt sich Dominique Markus Roller unter einer fetten zackigen Blitz-Illustration „FLASH-ROLLER“. Roller steht in der Mitte. Seinen rechten und linken Flügel bilden Johannes Riegsinger und Kirsten Krämer auf der einen und Christin Grüne und Stefan Simon auf der anderen Seite. Die Flügel halten sich jedoch mehr zurück in ihrer Kleiderwahl.

Däumchenspiele und Ringelpiez mit Anfassen ? Was um alles in der Welt will die Fünferbande mit diesem Werbebild zum Ausdruck bringen ?

Vielleicht: Wir stellen uns außerhalb eines Parteizwanges auf ? Setzen sich die Fünfe dann im Gemeinderat auch an einen Extra-Tisch, weil sie doch anders sind als die anderen und so gut miteinander können ?

Single-Börse für Gemeinderäte

Stimmen Sie, verehrte Wähler, anstatt für vernünftige Sachverhalte schlussendlich für die Besonderheiten der Persönlichkeitsmerkmale der jungen Schar, die da wären:

  • Johannes über Christin: voller Energie, beeindruckend fleißig, lernbereit und unkompliziert
  • Kirsten über Stefan: begeisterungsfähig, in allen Richtungen interessiert, humorvoll und unerschrocken
  • Dominique Markus über Johannes: sprüht vor Ideen, mitreißend und anpackend – am liebsten für andere
  • Christin über Kirsten: überlegt, aufmerksam, spürbar empathisch und angenehm schnörkellos
  • Stefan über Dominique: Kämpfer, gründlich, schnell schaltend und hartnäckig ?

Während des Leitbildprozesses der Gemeinde Keltern unter der Leitung von Bürgermeister Steffen Bochinger, Hauptamtsleiterin Karla Arp und dem Prozessleiter Prof. Dr. Jourdan lernten einige am Leitbild ernsthaft Mitwirkenden und jetzigen WIW-Kandidaten die „Vertrauenssache“ Dominique Markus Roller intensiv kennen.

Roller hat sein Vertrauen längst verspielt

Sein Vertrauen hat Dominique Roller bei der WIW schon lange verspielt. Zu viele Empörungen über sein angeblich demokratisches Vorgehen und Verhalten im Leitbildprozess anderen Mitwirkenden und WIW-Kandidaten gegenüber mussten an die Verwaltung und an Prof. Rudolf Jourdan weitergeleitet werden. Zu viele ! Von Verwaltungsseite wurde in den wenigsten Fällen eine Korrektur oder Richtigstellung der Sachlage vorgenommen. Rollers „Eigenheiten“ wurden einfach toleriert, also auch akzeptiert.

Vertrauen wird die WIW und ihre Wählerschaft auf keinen Fall weder Dominique Markus Roller noch denen entgegenbringen, die sich um den „blitzenden“ FLASH-ROLLER herum platziert haben.

WIW bringt Fakten und Forderungen in den Gemeinderat

Die WIW steht mit Fakten und Forderungen beim Wahlkampf für den Gemeinderat und nicht mit persönlichkeitsbildenden Denkspielen, die die fünf Einzelkandidaten aus GRÜNE, CDU, FWG und SPD an sich selbst ausprobiert haben müssen. Wen interessiert schon, wer von den Bewerbern für den Gemeinderat „schnörkellos“ ist ? Mit diesen Bewerbern befinden wir uns bereits auf dem Niveau einer Online-Single-Börse „Schnörkellos sucht Anpackend“ ! Mann o Mann, wie weit sind wir gesunken ?

Dient der Gemeinderat den Fünfen, sich gemeinsam Präsentierenden als Versuchsstation der eigenen Entwicklung ?

Na dann Prost, Mahlzeit, das kann amüsant werden !