WIW fordert: Schutz und existentielle Absicherung der Bauern, die ökologisch und biologisch arbeiten wollen !

Anwendbares aus einem Sendebericht vom Bayrischen Rundfunk

2019-05-15

Bienen sammeln an Pflanzen OHNE Gift. So gewonnener Honig ist reine Medizin. Fotos: Heiderose Manthey.
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Hindelang im Ostrachtal/Keltern–Weiler.“Ich habe im Leben schon viel gemacht“, sagt Bergbauer Weber „aber ich glaube das Beste, was ich gemacht habe, ist, dass bei uns das ganze Tal, die Natur so erhalten bleibt, wie sie ist.“

Ökomodell Hindelang setzt auf Nachhaltigkeit

In Bad Hindelang im Ostrachtal, in der Nähe von Sonsthofen, lebt Kaspar Weber. Er ist 85 Jahre alt und eine Berühmtheit im Oberallgäu: Vor 30 Jahren Mit-Erfinder des „Ökomodell Hindelang“. Weber züchtet seit 70 Jahren Bienen und ist leidenschaftlicher Bergbauer. Sein Lebenswerk ist eine Landwirtschaft, die auf Nachhaltigkeit zählt.

Im Honig kein Gift !

„Wenn man so wirtschaftet, wie wir es getan haben, wo die Bergwiesen noch blühen, da ist viel schönere Blumenflora da, und vor allem die Bienen, die den Honig holen, die gehen auf gesunde Blumen drauf. Da ist kein Gift drin und so ist der Honig eine richtige Medizin.“

Ökologisch bearbeitete Wiesen liefern die für Tiere notwendige Artenvielfalt, die den Menschen schützt !

Kein Kunstdünger und keine Pflanzenschutzmittel

In dem von Weber mit initiierten Ökomodell mussten sich die Bauern verpflichten, keinen Kunstdünger und keine Pflanzenschutzmittel mehr einzusetzen.

Im Ostrachtal werden 1.300 Hektar biologisch bewirtschaftet

„In ganz Hinterlang hat uns alles ausgelacht, auch die anderen Bauern. Ich war mal auf einer Viehversteigerung, sind die über mich hergefallen, als ob ich weiß was verbrochen hätte. Und 1990 habe ich dann den deutschen Umweltpreis abgeholt in Bonn und dann ist das ganze Ostrachtal wach geworden. Dann sind die viel zu mir gekommen und haben sich erkundigt, und mittlerweile ist es so, dass ganz Hindelang mitgemacht hat und alle Bauern unter Vertrag stehen. Das sind mittlerweisle 1.300 Hektar, die biologisch bewirtschaftet werden.“

Landwirte bekommen Ausgleichszahlungen

Die Landwirte bekommen Ausgleichszahlungen. Wenige Höfe werden aufgegeben. „Das ganze Gebiet wird ohne Chemie bewirtschaftet. Und in der heutigen Zeit wird das immer mehr wert, weil man sieht, wieviel Gift gespritizt wird auf den ebeen Flächen, im Mais und im Korn und überall. Und hier das ganze Tal ist ohne Chemie !“

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-> Aufgabe für uns: Keltern muss seine Bauern schützen, die ökologisch und biologisch arbeiten wollen ! Deren Existenz muss gesichert werden !!